Buttermilchbrot mit Buchweizen

14. Juli 2020 | Bakery

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Mit dem Geschmack ist es ganz einfach. Man nehme von allem nur das Beste. (Oscar Wilde)

Ich bin ehrlich. Für das Backen von Brot benötige ich Zeit, Lust und Motivation. Ich backe gerne, aber nicht nebenbei und nicht mit Hektik. Aus diesem Grund backe ich nicht jede Woche mein Brot selbst, sondern nehme mir dafür einen festen Tag vor, an dem ich dann ausgiebig loslege und mehrere Brote auf einmal in den Ofen schiebe. Zu meinen Favoriten gehört dieses Buttermilchbrot mit Buchweizen. Es steht immer auf meinem Plan, weshalb ich es dir nicht weiter vorenthalten möchte.

buttermilchbrot-buchweizen
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Das Brot wird aufgrund der Buttermilch und des Natrons sehr locker und geht super auf. Der Buchweizen gibt dem Ganzen noch eine besondere Note und liefert eine Menge positive gesundheitliche Benefits.

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Positive Benefits des Buchweizens:

Er kann den täglichen Bedarf an Eisen auf ideale Weise decken. Doch nicht nur das. Auch nennenswerte Mengen an Kalium, Kalzium, Vitamin B1, B2, E und Phosphor sind enthalten und er bietet eine sehr gute Quelle für Kupfer, Mangan und Magnesium. Reichlich Ballaststoffe sorgen für eine positive Beeinflussung des Blutzuckerspiegels und der Verdauung sowie eine langanhaltende Sättigung. Im Buchweizen enthaltene sekundäre Pflanzenstoffe können helfen Krankheiten zu bekämpfen und das Herz zu schützen. Aber nicht nur das. Das Pseudogetreide ist ein richtiges Powerpaket, welches acht essenzielle Aminosäuren enthält und dabei auch Lysin, welches in Getreidesorten eher selten vorkommt. Folgt man der Lehre der traditionellen chinesischen Medizin, dann sorgt Buchweizen für eine wärmende Wirkung.

buttermilchbrot-buchweizen
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Buchweizen zählt zu den Pseudogetreiden...

... und ist mit Rhabarber verwandt. Er gehört nicht, wie es sein Name vermuten lässt zur Weizenfamilie, sondern es handelt sich um ein Familienmitglied der Knöterichgewächse. Er weist einen nussigen Geschmack auf, was dem Brot eine aromatische Note verleiht.

 

In den Randschichten des Buchweizens befindet sich Fagopyrin, ein roter Farbstoff, welcher die Haut lichtempfindlicher machen sowie möglicherweise Hautentzündungen hervorrufen kann. Allerdings löst sich Fagopyrin in heißem Wasser, weshalb es wichtig ist, Buchweizen vor der Verwendung heiß abzuwaschen.

 

Als Mehl verwende ich Dinkelvollkorn- und Teffmehl. Alternativ kannst du auch nur Dinkelvollkornmehl verwenden. Die Buttermilch, das Natron und das Ei geben dem Brot, wie anfangs bereits erwähnt, eine Leichtigkeit und lassen das Brot etwas wie einen Kuchen anmuten. Der Teig ist bei der Zubereitung eher klebrig und zäh, aber lass dich davon nicht abschrecken. Das Ergebnis ist Entschädigung für jede klebrige Schüssel.

Das Brot schmeckt sehr gut mit einem leckeren Aufstrich oder Käse. Aber auch pur lässt es sich genießen.

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Zutaten für 1 Brotbackform:

50 g Buchweizen
500 g Dinkelvollkornmehl
100 g Teffmehl
1-2 TL Salz
1 TL Natron
500 ml Buttermilch
Ei (Größe M oder L)
   
Außerdem Brotbackform oval (32 cm), alternativ Kastenform

Zubereitungszeit: 5-10 Minuten

Backzeit: 45-55 Minuten

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Den Buchweizen in einem Sieb mit Wasser abspülen, um den roten Farbstoff zu entfernen.
  3. Buchweizen, Dinkelvollkorn-, Teffmehl, Salz und Natron in einer Schüssel mischen.
  4. Buttermilch und das Ei dazugeben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine gut verrühren.
  5. Kastenform mit Backpapier auslegen, Brotmischung einfüllen, nach Belieben mit zum Beispiel Leinsamen bestreuen und im vorgeheizten Backofen 45 Minuten backen. Nach 45 Minuten mit der Stäbchenprobe testen, ob das Brot fertig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du das Brot für weitere fünf bis zehn Minuten bei 160 Grad im Backofen lassen.
  6. Fertiges Buttermilchbrot aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
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Tipps und Tricks:

  • Das Brot lässt sich ideal einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt genießen.
  • Lasse das Brot nicht zu lange im Ofen. Nach 45 Minuten solltest du, falls du es noch etwas im Ofen lässt, regelmäßig prüfen, ob es fertig ist. Ansonsten wird das Brot trocken.
  • Ich fette meine Backformen nie mit Öl ein, sondern lege sie mit Backpapier aus. Somit lässt sich das Brot einfach aus der Form heben und bleibt nicht kleben. Dieser Trick hat mich schon, dass ein oder andere Mal, vor einem zerstörten / zerbrochenen Brot bewahrt.

Tauschtipps:

  • Das Teffmehl kannst du durch Buchweizenmehl ersetzen.
  • Solltest du keinen Buchweizen mögen, kannst du diesen weglassen und einfach nur ein Buttermilchbrot backen.

Dieses Rezept ist...

  • … zum Einfrieren geeignet.
  • … perfekt zum Mitnehmen.
  • … originell und abwechslungsreich.
  • … vegetarisch.
  • … fluffig und leicht.
  • … ideal für ein Sandwich.
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