Roggenbrot mit Hafer

9. Januar 2021 | Rezepte: Brot & Brötchen

Wenn man an selbstgebackenes Brot denkt, denkt man sofort an Sauerteig, frische Hefe, lange Wartezeiten, kompliziert und umständlich. Und Schwups entscheidet man sich gegen das eigene Brot aus dem Ofen. Dabei kann Brot backen so einfach sein. Wie? Mit Trockenhefe, Vollkornmehl und weiteren gesunden Zutaten. Damit du gleich loslegen kannst habe ich heute ein einfaches Roggenbrot mit Hafer für dich.

roggenbrot

Roggenbrot ohne Sauerteig: Brot backen leichtgemacht mit Trockenhefe

Wie ich schon häufiger erwähnt habe, backe ich Brot gerne selbst. Allerdings gebe ich auch zu, dass ich was das Backen von Brot angeht, eher der unkomplizierte Typ bin. Es muss einfach sein und schnell gehen. Sozusagen: Selbstgebackenes Brot, einfach, schnell und gesund. Aus diesem Grund ist mein Roggenbrot ohne Sauerteig und dafür mit Trockenhefe. Worin sich Trockenhefe und frische Hefe unterscheiden erkläre ich dir im Folgenden.

Trockenhefe vs. Frische Hefe: Was macht den Unterschied?

Hefe ist ein aus Hefepilzen bestehendes Gär- und Triebmittel. Es handelt sich dabei um einen einzelligen Pilz, der sich durch Spaltung oder Sprossung extrem schnell vermehrt und dafür sorgt, dass Teige aufgehen. Frische Hefe besteht aus Hefezellen und einem hohen Wasseranteil. Möchte man Trockenhefe herstellen, entzieht man frischer Hefe das Wasser.

  • Aufgrund des hohen Wassergehalts ist Frischhefe lediglich ca. 14 Tage im Kühlschrank haltbar.
  • Trockenhefe hält sich bei richtiger Lagerung für mehrere Monate bis hin zu einem Jahr.

Generell lässt sich sagen, dass du sowohl Frisch- als auch Trockenhefe zum Backen von Kuchen und Brot verwenden kannst. Hast du beides nicht zur Hand, so kannst du es im Notfall auch mit Backpulver probieren. Sogar selbst herstellen oder vermehren kannst du das Gärmittel. Wie das geht findest du auf Sallys Blog unter den folgenden Links: Hefewasser und Hefe vermehren – aus 1 mach 14!

 

Nun aber wieder zurück zu den Vor- und Nachteilen.

Profibäcker tendieren in der Regel zu Frischhefe, da diese eine etwas höhere Triebkraft als Trockenhefe besitzt. Außerdem soll der Geschmack geringfügig besser sein. Dies ist allerdings wie so vieles reine Geschmackssache. Da man bei den meisten Kuchen- und Brotrezepten Hefe lediglich als Triebmittel einsetzt, fällt dieser Faktor nicht so stark ins Gewicht. Bei Hefegebäck, in welchem hohe Anteile an Hefe verarbeitet werden, kann sich der geschmackliche Unterschied allerdings bemerkbar machen. 

roggenbrot-ohne-sauerteig

Frischhefe und Trockenhefe: Vor- und Nachteile auf einen Blick

  • Frischhefe punktet mit einer leicht höheren Triebkraft und einem etwas besseren Geschmack.
  • Dagegen steht der Nachteil, dass sie nicht so lange haltbar und aufwändig in der Verarbeitung ist.
  • Trockenhefe hingegen hält sich länger, lässt sich leichter dosieren und du kannst sie einfach mit den restlichen Zutaten vermengen und auf das Anrühren verzichten.

Umrechnung von Trocken- und Frischhefe: Was du beachten musst

Ein Würfel frische Hefe (42 Gramm) lässt sich durch zwei Päckchen Trockenhefe (je sieben oder neun Gramm) ersetzen. Das Umtauschverhältnis beträgt 1 zu 3. Ein Gramm Trockenhefe entspricht drei Gramm Frischhefe.

 

Kleiner Hinweis am Rande: Hast du dich schon mal gefragt, warum ein Würfel Frischhefe genau 42 Gramm wiegt? Das lässt sich ganz einfach erklären. Als es Hefe noch nicht im Supermarkt gab, musste man diese direkt beim Bäcker kaufen. Da dieser jedoch nur größere Einheiten (Blöcke in Einheiten von einem Pfund, also 500 Gramm) vorrätig hatte, teilte er diese in 12 gleiche Teile, sodass die Kunden mit etwa einem Kilo Mehl backen konnten.

 

Zum Abschluss möchte ich dir noch ans Herz legen Hefe in Bio-Qualität zu kaufen. Diese wird aus rein biologischen Zutaten hergestellt und enthält keine Emulgatoren oder sonstige künstliche Zusatzstoffe

Nach meinem Ausflug in das Reich der Hefe, zeige ich dir noch die gesundheitlichen Benefits meines Roggenbrots.

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Gesünderes Roggenbrot: Warum die Zutaten gesundheitlich punkten

Roggenvollkornmehl:

Brot und Brötchen aus Roggenvollkornmehl sind dunkler, fester und aromatischer im Geschmack als Backwaren aus Weizen. Roggenvollkornmehl ist besonders reich an Ballaststoffen. Diese dienen als Quellstoff und unterstützen den Darm und die Verdauung. Wichtig: Genügend trinken, damit die Ballaststoffe ausreichend quellen können.

 

Haferflocken:

Hafer werden viele positive gesundheitliche Benefits, wie zum Beispiel eine reinigende und regulierende Wirkung, zugeschrieben.

 

Haferkleie:

Haferkleie wird genau wie Haferflocken aus dem Haferkorn hergestellt. Für die Herstellung von Haferflocken wird das volle Haferkorn, bei Haferkleie nur die äußeren Schichten und der Keimling verwendet. Und genau das macht Haferkleie zu einem günstigen heimischen Superfood. Haferkleie enthält wichtige Mineralstoffe und Vitamine wie zum Beispiel Eisen, Selen, Mangan und Magnesium sowie Zink und Folsäure. Daneben zeichnet sie sich durch einen hohen Ballaststoffgehalt aus. Auch hier gilt: Ausreichend trinken.

 

Sonnenblumenkerne:

Sonnenblumenkerne zählen zu den magnesiumreichsten Lebensmitteln. Daneben enthalten Sonnenblumenkerne ungesättigte Fettsäuren, welche vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen und den Cholesterinspiegel konstant halten können.

 

Leinsamen:

Leinsaat ist reich an Ballaststoffen, Proteinen und ungesättigten Fettsäuren. Sie fördern den Darm, machen lange satt und können Krebs vorbeugen. Auch hier gilt: Genügend trinken. Bei meiner Recherche habe ich einen sehr interessanten und ausführlichen Bericht über das heimische Superfood gefunden. Hierin sind auch wichtige Tipps, welche du bei der Einnahme von Leinsamen beachten solltest, enthalten. Wichtig: Leinsamen können die Einnahme von Medikamenten hemmen, weshalb du sie in einem zeitlichen Abstand von zwei bis drei Stunden zueinander einnehmen solltest. Weitere Tipps findest du hier.

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Rezept: Roggenbrot mit Trockenhefe

Zutaten:

für 1 Kastenform (20 cm)

300 g Roggenvollkornmehl
100 g Hafervollkornflocken
30 g Haferkleie
100 g Sonnenblumenkerne
40 g Leinsamen
1-2 TL Salz
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Olivenöl
   
Außerdem Kleine Kastenform (20 cm)

Zubereitungszeit: 5-10 Minuten

Backzeit: 60 Minuten + weitere 10-15 Minuten

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Roggenvollkornmehl, Hafervollkornflocken, Haferkleie, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Salz und Trockenhefe in einer Schüssel mischen.
  3. Olivenöl und 500 ml (lauwarmes) Wasser dazugeben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine gut verrühren.
  4. Kastenform einfetten (oder mit kompostierbarem Backpapier auslegen), Brotmischung einfüllen, nach Belieben mit zum Beispiel Kürbiskernen bestreuen und im vorgeheizten Backofen eine Stunde bei 200 Grad backen. Anschließend mit der Stäbchenprobe testen, ob das Brot fertig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du das Brot für weitere 10 bis 15 Minuten bei 170 Grad im Backofen lassen. Fertiges Brot aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
roggenbrot-gesuender

Tauschtipps:

  • Das Roggenvollkornmehl kannst du durch Dinkelvollkornmehl ersetzen.
  • Ergänze das Brot mit weiteren Körnern wie Kürbiskernen oder bestreue es mit Haferflocken.
  • Tausche die Hafervollkornflocken durch Dinkelvollkornflocken aus.

Dieses Roggenbrot ist ...

  • zum Einfrieren geeignet.
  • einfach und gesund
  • perfekt zum Mitnehmen.
  • ideal für die Zubereitung von Sandwiches geeignet.
  • vegetarisch und vegan.
  • ohne lästige Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker.
  • selbstgebacken.

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Hallo, ich bin Anna-Maria

Du findest hier gesunde, vegetarische und abwechslungsreiche Rezepte, die sich ideal in deinen Alltag integrieren lassen sowie Beiträge rund um einen (umwelt)bewussteren Lebensstil. Ich möchte dir zeigen, wie einfach und vor allem wie lecker eine gesunde Ernährung sein kann und dich dabei unterstützen, ein gesundes, genussvolles und nachhaltigeres Leben zu führen. Viel Spaß beim Durchstöbern von GlücksFood.


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